Chastity - Live in Concert

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Kai Ehrhardt

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Sein Workshop:

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Kai Ehrhardt (Jahrgang ´68) ist Middendorf Atempädagoge und Sacred Intimate (praxisorientiertes, sexuelles Heilen).
Er lebt und arbeitet in NYC und Berlin und hat ausgiebig an den Middendorf Atem Instituten San Francisco und Berlin studiert. Er ist gleichzeitig maßgeblich beeinflußt von tantrischen und taoistischen Lehren und ist sehr mit der in den USA gegründeten Body Electric School involviert. Kai hat für sich erkannt, daß Leib und Sinne ein Tor zum Essenziellen oder Göttlichen sind und wesentliche Elemente hin zur Manifestation von integralem Bewußtsein darstellen.

 

 

 

Ouroborus – Schwanz und Zungekai-ouroboros

Jeder von uns trägt Milliarden von Jahren eines andauernden globalen Prozesses in sich - ein aufeinanderfolgendes Kontinuum vom Leben auf der Erde. Unsere Tiernatur und die Evolution (ihre Geschichte und Potenz) sind latent immer in uns gegenwärtig – ganz gleich wie sehr wir uns mit menschlichen Gesetzen, Moral und sozialen Codes identifizieren.

Wir sind im Grunde liquide Wesen, die an Land gekommen sind. Alle lebendigen Prozesse  gehen auf die Anwesenheit von Wasser zurück. Die uns innewohnende biologische „Erinnerung“, beginnend mit der ersten Zelle, nahm ihren Anfang in den mysteriösen Tiefen der Ozeane.

Wasser kommuniziert unter anderem durch Wellen- und Wirbelbewegungen. Mit wasserartigen Bewegungen, der Resonanz von Tönen und der Dynamik der Atmung nähern wir uns der Geschichte und dem Willen der Flüssigkeiten in unseren Geweben, lassen das Wissen des Körpers an die Oberfläche, lösen Hemmungen auf und unterstützen so einen Zustand der Befreiung auf allen Ebenen.

Indem wir spürend in unsere  Mittellinie/Wirbelsäule eintauchen, welche Schwanz (Steißbein) und Zunge verbindet, beginnt ein außergewöhnliches Erwachen der Fülle von dem, was es bedeutet lebendig zu sein. Diese Fülle schafft einen erotischen Zustand, der den ganzen Körper erfasst und der nährend und befriedigend wirkt. Wir kommen in Kontakt mit unserer Leidenschaft und Wildheit, welche jedoch für den umgebenden Kontext empfänglich und empfindsam bleibt. Wir können Eros als “Klima” erfahren, in dem Wohlbefinden, Wollust  und dynamische Balance gedeihen.

Wir erspüren die gegenseitige Verbundenheit unserer eigenen Herkunft mit den größeren Strömungen des orga(ni)smischen Lebens, bis hin zur Komplexität der menschlichen Form.

Die Zunge fungiert als “höhere Oktave” der Wirbelsäule. Gleichzeitig verbindet sie uns mit unserer reptilischen Vorgeschichte - sie braucht noch Wasser (Speichel) als “Lebensraum” und sie ist entwicklungsgeschichtlich präverbal.

Die Zunge und der Gaumen spielen eine zentrale Rolle in fernöstlichen, spirituellen Traditionen. Die Zunge agiert als Katalysator für das Weichgewebe des Körpers. Je mehr Aktivität im Weichgewebe herrscht, desto mehr Bewegungsmöglichkeiten hat die Zunge.

Die ultimative Weisheit von Schwanz und Zunge offenbart sich im Ouroborus/Uroborus, dem uralten Symbol der Schlange, die ihren eigenen Schwanz verschluckt und dabei einen Kreis bildet. Es ist C.G. Jungs "Mysterium Coniunctionis“, ein Fraktal des Schöpfungsaktes mit dem wir hier in Resonanz treten können.